Gerichtsgutachten

werden ausschließlich von den Gerichten im Rahmen von Zivil- oder Strafprozessen beauftragt.
Umfang und Inhalt des Gutachtenauftrags wird im gerichtlichen Beweisbeschluss festgelegt und ist der enge Rahmen für die Ausarbeitung des Gerichtsgutachtens durch den Sachverständigen.
Der Beweis durch Sachverständige wird in den §§ 402 ff. ZPO (Zivilprozessordnung) geregelt.

 

Privatgutachten

können im Auftrag öffentlicher und privater Auftraggeber erstellt werden. Sie dienen der Beurteilung technischer Mängel und Schäden, zur Leistungsfeststellung und -dokumentation oder zur Beweissicherung des Anlagenbestands vor Durchführung von Sanierungsnahmen. Damit ermöglichen sie den Beteiligten durch qualifizierte, technische Aussagen eine gütliche Einigung bei Meinungsverschiedenheiten. Zur Vorbereitung eines gerichtlichen Verfahrens können Privatgutachten hilfreich sein,

• um Mangelbehauptungen substantiiert, eindeutig und qualifiziert vorzutragen
• um das Prozessrisiko besser abzuschätzen
• um die Höhe des Streitwertes zu beziffern.

Durch ein Privatgutachten kann in Einzelfällen auch ein Gerichtsgutachten überprüft und widerlegt werden. Im Gerichtsverfahren haben Privatgutachten den Stellenwert eines besonders qualifizierten Parteivortrags. Die Feststellungen eines öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen werden vom Gericht in der Regel anerkannt.

 

Schiedsgutachten

haben die Aufgabe, Meinungsverschiedenheiten oder Streitigkeiten zeitnah auf der Grundlage privater Beauftragung außergerichtlich und dennoch rechtsverbindlich zu erledigen. Hierzu müssen sich die Schiedsparteien auf einen Sachverständigen einigen und diesen beauftragen. Durch vertragliche Vereinbarung unterwerfen sich die Schiedsparteien dem Ergebnis des Schiedsgutachtens.

 

Mediation

ist eine Methode der außergerichtlichen Streitschlichtung, bei der Auseinandersetzungen im konstruktiven Dialog mit dem unabhängigen und unparteiischen Mediator gelöst werden. Der Mediator unterstützt die Parteien dabei, selbst Möglichkeiten für eine Einigung zu erarbeiten. Das Verfahren ist kostengünstig, effektiv und zeitsparend. Es ist in anglikanischen Raum weit verbreitet und wird dort erfolgreich angewendet. Es kann in 80-90% der Fälle eine Einigung erzielt werden, bei der jede Partei in Teilbereichen gewinnt und in anderen Teilbereichen Eingeständnisse machen muss. Dadurch entsteht eine sogenannte "win-win-Situation", die auch die künftige weitere Zusammenarbeit der Parteien möglich macht. Weitere Informationen finden Sie unter www.sachverstaendigenmediation.de

 

 

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